KFV Wunsiedel

Kreisfeuerwehrverband Wunsiedel

im Fichtelgebirge e.V.

Verbandsversammlung des KFV Wunsiedel i. F.

Marktredwitz - Eine eindrucksvolle Demonstration des ehrenamtlichen Engagements der Feuerwehren war der Verbandstag des Kreisfeuerwehrverbandes Wunsiedel am Freitag in der Stadthalle in Marktredwitz. Die Tätigkeit der Ehrenamtlichen würdigten auch die stellvertretende Landrätin Johanne Arzberger und der zweite Marktredwitzer Bürgermeister Horst Geißel.

In seinem Rechenschaftsbericht wartete Verbandsvorsitzender und Kreisbrandrat Wieland Schletz mit eindrucksvollen Zahlen auf. Demnach gehören 61 Wehren mit insgesamt 1745 Mitgliedern dem Kreisfeuerwehrverband (KFV) an. Nicht im KFV seien lediglich die Wehren aus Erkersreuth, Hildenbach, Mühlbach, Oberweißenbach, Steinselb und die Werksfeuerwehr Ceramtec. Schletz hofft, dass doch noch die eine oder andere Wehr zum KFV hinzukommt.

Probleme gebe es weiterhin mit der digitalen Alarmierung, betonte der Verbandsvorsitzende. Sie werde auch 2018 nicht eingeführt und "wann sie kommt, steht derzeit in den Sternen". Im Februar fand nach seinen Worten die elfte Kommandanten-Fortbildung in Selb statt, 129 Feuerwehrdienstleistende aus 61 Feuerwehren, darunter auch zwei Wehren aus dem Landkreis Tirschenreuth, hätten daran teilgenommen.

Weiter berichtete Schletz, dass rund 700 Teilnehmer beim 61. Kreisfeuerwehrtag in Kirchenlamitz dabei waren. 2018 und auch in den folgenden Jahren werde es keinen Feuerwehrtag mehr geben, das Interesse dafür scheine nicht mehr gegeben.

Schletz ging auch auf die verschiedenen Aus- und Fortbildungen ein, die von den Aktiven hervorragend angenommen worden seien. Weiter wies er auf die Sonderförderprogramme und Zuschüsse hin. Aktuell werde eine Chronik über die Feuerwehren im Landkreis erstellt, erklärte er. Die Chronik soll im kommenden Jahr in einer Auflage von 300 Stück gedruckt werden. Ein weiteres Anliegen war Schletz die Landkreiszeitung der Feuerwehr. Im Namen des Öffentlichkeitsreferenten bat er um zeitnahe Übermittlung von Berichten und Bildern aller Wehren, auch jene, die bisher kaum Berichte abgeliefert hätten. Schletz stellte auch die wichtigsten Termine für 2018 vor.

Schatzmeister Heinz Jahreis gab anschließend einen detaillierten Kassenbericht ab.

Es folgten Kurzberichte aus den verschiedenen Fachbereichen: Kreisbrandinspektor Roland Renner informierte über die Entwicklungen aus dem Bereich Fahrzeugtechnik. Außerdem teilte er mit, dass er aus persönlichen Gründen zum 30. Juni 2018 sein Amt niederlegen werde.

Sadik Can Aydin ging auf versicherungstechnische Aspekte und den Versicherungsschutz für Feuerwehren ein.

Kreisbrandinspektor Armin Welzel, zuständig für die Aus- und Weiterbildung, lieferte eine imposante Statistik. 887 Aktive besuchten demnach insgesamt 57 Lehrgänge. Die Lehrgänge im Jahr 2018 seien ab sofort online gestellt. In diesem Zusammenhang wies er darauf hin, dass die Lehrgänge nur von den Mitgliedern besucht werden können, die auch die Voraussetzungen dafür erfüllen, sprich die vorherigen Lehrgänge besucht haben. 2017 habe man einige Lehrgänge absagen müssen, weil beim Großteil der Teilnehmer die Voraussetzungen für die Teilnahme nicht gegeben gewesen seien.

Im weiteren Verlauf der Versammlung wurde Kreisbrandinspektor Roland Renner mit einem Geschenk verabschiedet, ehe anschließend die neuen Fachbereichsleiter vorgestellt wurden. Mario Hoffmann aus Selb ist künftig für den Fachbereich 1 (Fahrzeuge, Geräte, Ausrüstung, Dienstkleidung) zuständig, Sabine Magdt aus Schönwald für die Brandschutzerziehung und -aufklärung zuständig. Sabine Hawel-Rudert aus Höchstädt kümmert sich um die Frauenarbeit.

Als Vertreter des Bezirksfeuerwehrverbandes Oberfranken übergab Kreisbrandrat Stefan Härtlein einen Branderziehungskoffer an die neue Fachbereichsleiterin Sabine Magdt.

In Vertretung von Landrat Döhler dankte Johanne Arzberger den Wehren für ihre anspruchsvolle Arbeit. "Sie leisten eine professionelle Arbeit mit immer weiteren neuen Herausforderungen", hob Arzberger in ihrer Rede hervor. Dies alles sei nur durch eine fundierte Ausbildung und einem enormen Pflichtbewusstsein zu stemmen. Dafür dankte sie allen Aktiven und lobte die engagierte Nachwuchs- und Integrationsarbeit. "Der Landkreis weiß ihre Arbeit zu schätzen. Und der Landkreis ist stolz auf seine Feuerwehren", betonte Arzberger.

Horst Geißel , zweiter Bürgermeister von Marktredwitz, zollte den Wehren ebenso seinen Respekt für ihr Engagement. Die vorgelegten Zahlen sprächen für sich, sagte er. Er wünschte den Feuerwehren auch für die Zukunft genügend junge Leute und unfallfreie Einsätze.

Der Vorsitzende des Marktredwitzer Wehr, Michael Heinl, freute sich besonders darüber, dass die Verbandsversammlung in Marktredwitz stattfand: Die Veranstaltung bildete nämlich den glanzvollen Abschluss der Feiern anlässlich des 150jährigen Bestehens der Marktredwitzer Wehr. Als besonderes Geschenk hatte er für die anwesende Feuerwehren je ein Sechser-Tragerl des eigens gebrauten "Feuertrunks" dabei, die er nach der Versammlung verteilte.

 

Quelle Bilder & Text Frankenpost

Konrad Rosner

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